Dr. Bettina Siebert-Blaesing Supervision. Führung Geduld als Prozesskraft
Dr. Bettina Siebert-BlaesingSupervision. FührungGeduld als Prozesskraft

Institut für Geduld und Prozessforschung (IGP)

Forschung · Anwendung · Dialog · Transfer

Geduld wird besonders dort bedeutsam, wo eine bisherige Ordnung nicht mehr trägt und eine neue noch nicht verlässlich erkennbar ist.

Das Institut für Geduld und Prozessforschung befindet sich im Aufbau.


Vier Zugänge

Forschung

Geduld als Ressource, Prozesskompetenz und professionelle Haltung untersuchen.

Anwendung

Erkenntnisse in Sozialer Arbeit, Beratung, Coaching, Supervision, Führung und psychosozialer Praxis erproben.

Dialog

Wissenschaftliche, berufliche und kulturelle Perspektiven auf Geduld und Veränderung miteinander ins Gespräch bringen.

Transfer

Forschung für Lehre, Praxis, Organisationen und gesellschaftliche Veränderungsprozesse nutzbar machen.


Geduld als Prozessressource

Geduld wird häufig als Tugend, Persönlichkeitsmerkmal oder Fähigkeit zum Belohnungsaufschub verstanden. Mein Forschungsansatz richtet den Blick auf den gesamten Veränderungsprozess.

Was geschieht, wenn eine bisherige Ordnung nicht mehr trägt, eine neue aber noch nicht greifbar ist? Wie bleiben Menschen in dieser Zwischenzeit wahrnehmungs- und handlungsfähig? Wann braucht eine Entwicklung Zeit, und wann wären weiteres Warten oder Aushalten nicht mehr vertretbar?

Geduld bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, passiv abzuwarten. Sie kann dazu beitragen, Unsicherheit und Ambivalenz auszuhalten, Entwicklungen aufmerksam wahrzunehmen und einen stimmigen nächsten Schritt zu finden.


Veränderung zwischen zwei Ordnungen

Bisherige Ordnung

Vertraute Muster verlieren ihre Stabilität. Bisherige Lösungen reichen nicht mehr aus.

Übergang

Der weitere Verlauf bleibt zeitlich und inhaltlich offen. Wahrnehmen, Aushalten, Herantasten und Erproben werden bedeutsam.

Entstehende Ordnung

Neue Handlungsmöglichkeiten und Muster werden erkennbar. Sie können geprüft, weiterentwickelt und stabilisiert werden.

Geduld begleitet diesen Prozess. Sie ersetzt weder Entscheidungen noch notwendiges Handeln.


Eine Forschungslinie entsteht

2021

Dissertation Geduld als Ressource und Forschungsbericht Kraftquellen

2022

Fachbeiträge in Familiendynamik und Konfliktdynamik

2025

Systemische Fallkonzeption und internationale Workshops

2026

Geduld als professionelle Haltung im Journal für Psychologie und als Führungskompetenz im Rotary Magazin

2027

Hogrefe-Kartenset Geduld als Ressource in Veränderungsprozessen

[Zu den Publikationen]


Forschungs- und Anwendungsfelder

Biografische Prozesse

Übergänge, Krisen, Trauer und Lebensentscheidungen, deren zeitlicher Verlauf nicht vorausgesagt werden kann.

Professionelles Handeln

Geduld als Haltung und Prozesskompetenz in Sozialer Arbeit, Beratung, Coaching, Supervision und Therapie.

Organisation und Führung

Veränderungsprozesse zwischen Handlungsdruck, notwendiger Prozesszeit und organisationaler Verantwortung.

Gesellschaftliche Entwicklungen

Geduld im Zusammenhang mit langfristigen Krisen, Nachhaltigkeit, Demokratie und generationenübergreifenden Veränderungen.


Aktueller Transfer

2027 erscheint bei Hogrefe:

Geduld als Ressource in Veränderungsprozessen

65 Karten für Coaching, Beratung, Therapie, Supervision und Führung

Das Kartenset überträgt zentrale Erkenntnisse der Geduldsforschung in die professionelle Praxis. Es unterstützt dabei, Veränderungsprozesse differenziert wahrzunehmen, Zeitvorstellungen zu reflektieren und Möglichkeiten zwischen Warten, Herantasten und Handeln zu erkunden.


Mitdenken und zusammenarbeiten

Das IGP entsteht im Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Von Interesse sind:

  • Forschungskooperationen,

  • studentische Forschungsarbeiten,

  • überschaubare Praxis- und Transferprojekte,

  • internationale und interkulturelle Perspektiven,

  • fachliche Gespräche zu Geduld, Zeiterleben und Veränderungsprozessen.

Das IGP versteht sich nicht als Gegenmodell zur Hochschule. Es soll mit Hochschulen, Praxisorganisationen, wissenschaftlichen Netzwerken und Verlagen zusammenarbeiten. Seine Eigenständigkeit ermöglicht es, Fragestellungen über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg weiterzuverfolgen.


Kontakt

Dr. phil. Bettina Siebert-Blaesing
Gründerin und wissenschaftliche Leitung

kontakt@siebert-blaesing.de

Druckversion | Sitemap
Copyright 2026: B. Siebert-Blaesing; kontakt@siebert-blaesing.de

E-Mail